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| berechnungen:durchsatz [2025/01/08 15:03] – cschall | berechnungen:durchsatz [2025/07/03 13:27] (aktuell) – [Das schmelzedominierte intervallweise Modell] cschall | ||
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| ===== Durchsatzberechnung ===== | ===== Durchsatzberechnung ===== | ||
| - | Wird der Durchsatz oder die Dosierzeit (optional) zusammen mit dem Dosiervolumen (notwendig) in den Verfahrensparametern vorgegeben, so erfolgt grundsätzlich keine Berechnung des Durchsatzes, | + | Wird der Durchsatz oder die Dosierzeit (optional) zusammen mit dem Dosiervolumen (notwendig) in den Verfahrensparametern vorgegeben, so erfolgt grundsätzlich keine Berechnung des Durchsatzes, |
| - | Der folgende Inhalt beschreibt die schmelzedominierte Durchsatzberechnung. Wird eine Nutbuchse im Prozess verwendet, so bestimmt diese den Durchsatz (s. [[berechnungen: | + | Der folgende Inhalt beschreibt die schmelzedominierte Durchsatzberechnung. Wird eine Nutbuchse im Prozess verwendet, so bestimmt diese den Durchsatz (s. [[berechnungen: |
| - | Standardmäßig wird für die Durchsatzberechnung ein lineares Temperaturprofil, | + | Es werden zwei schmelzedominierte Durchsatzmodelle unterschieden. Das Äquivalenzzonenmodell und das intervallweise Modell, welches |
| - | Zunächst wird die Bezugszone bestimmt, diese ist die Schneckenzone (kein Scher- oder Mischteil) | + | |
| - | < | + | Grundsätzlich werden vor der Durchsatzberechnung initiale Verläufe für die Temperatur und den Druck angenommen. Dies ist nötig um die Viskositäten für die Durchsatzberechnung berechnen zu können. Dies ist weiter |
| - | Eine Ausnahme bilden hier die Entgasungsschnecken, | + | |
| - | Bei Entgasungsmaschinen errechnet sich der Durchsatz lediglich | + | |
| - | Die Bezugszone muss bei Entgasungsschnecken VOR der ersten Entgasungszone liegen. | + | |
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| - | Im ersten Schritt wird die gesamte Druckdifferenz (vorgegebener Gegendruck abzüglich Trichterdruck) auf alle Schneckenzonen (ausgenommen Scher- und Mischteile) angenommen und somit ein erster Massedurchsatz bestimmt. Ausgehend von diesem Massedurchsatz wird der Druckverlust über alle Scher- und Mischteile sowie der Rückstromsperre | + | Für beide Modelle bilden Entgasungsschnecken einen Sonderfall. Bei diesen errechnet sich der Durchsatz lediglich auf der Basis der Geometrie |
| + | Ebenso gilt für beide Modelle, dass die Druckverluste | ||
| - | < | + | ==== Das schmelzedominierte Äquivalenzzonenmodell ==== |
| - | Zu Beginn der Berechnung der Dosierzeit steht die Schnecke in der vorderen Schneckenstellung und wird dann jeweils um 0.1 * Durchmesser zurückgezogen. Dadurch verkürzt sich die Länge der Einzugszone um diesen Betrag und jeder Schneckenstellung wird ein neues Temperaturprofil zugeordnet. Für die Schneckenstellung werden die Kenngrößen der Durchsatzgleichung bestimmt und anschließend der Durchsatz berechnet. Die Proportionalität zwischen Schneckenrücklaufgeschwindigkeit und dem im Schneckenvorraum geförderten Schmelzestrom ermöglicht nun die Bestimmung der Schneckenrücklaufgeschwindigkeit unter Benutzung der Querschnittsflächen des Zylinders. Teilt man die Verschiebung der Schnecke durch die ermittelte Schneckenrücklaufgeschwindigkeit, | + | |
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| - | Voraussetzung für die Durchsatzberechnung | + | Zunächst wird die Bezugszone bestimmt, diese ist die Schneckenzone (kein Scher- oder Mischteil) mit der geringsten Kanaltiefe. Bei Entgasungsschnecken muss die Bezugszone VOR der ersten Entgasungszone liegen. Die Bezugszone wird verwendet um die dort vorliegende mittlere Schergeschwindigkeit zu bestimmen. Diese Schergeschwindigkeit dient dazu, die in der Bezugszone vorliegende Viskosität zu bestimmen. Zur Bestimmung der Viskosität wird die vorgegebene Massetemperatur am Ende der Schnecke verwendet. |
| - | * Eine definierte Schneckengeometrie, | + | |
| - | * Ein definierter [[eingabe_der_zylinderdaten: | + | Basierend auf der betrachteten Schneckengeometrie unter berücksichtigung des Temperaturverlaufs werden die Faktoren für die Durchsatzberechnung bestimmt. Die Durchsatzberechnung wird mit den von der Schneckengeometrie abhängigen Faktoren lediglich für die Geometrie der Bezugszone und dem anliegenden Differenzdruck durchgeführt. Im ersten Schritt wird die gesamte Druckdifferenz (vorgegebener Gegendruck abzüglich Trichterdruck) auf die gesamte Schnecke (ausgenommen Scher- und Mischteile) angenommen und somit ein erster Massedurchsatz bestimmt. Ausgehend von diesem Massedurchsatz wird der Druckverlust über alle Scher- und Mischteile sowie der Rückstromsperre |
| - | * Das [[materialdaten:rheologische_materialdaten|rheologische Materialverhalten]] | + | |
| - | * Die [[materialdaten: | + | ==== Das schmelzedominierte intervallweise Modell ==== |
| - | * Des Weiteren sind die [[materialdaten: | + | |
| - | * Die [[eingabe_der_verfahrensparameter: | + | Das schmelzedominierte intervallweise Durchsatzmodell benötigt keine Bezugszone. \\ |
| + | Im Gegensatz zum Äquivalenzzonenmodell werden keine geometrieabhängigen Faktoren bestimmt, welche das Durchsatzverhalten | ||
| ===Weitere Themen=== | ===Weitere Themen=== | ||
| * [[berechnungen: | * [[berechnungen: | ||
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