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| berechnungen:temperaturverlauf [2024/08/13 16:17] – admin | berechnungen:temperaturverlauf [2025/07/03 13:28] (aktuell) – [Einfluss der Innentemperierung auf die Temperatur] cschall | ||
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| ======Temperaturverlauf====== | ======Temperaturverlauf====== | ||
| - | ===== Theoretische Grundlagen der Temperaturberechnung ===== | + | -> [[grafische_darstellung_der_ergebnisse: |
| - | REX berechnet für jeden Intervall hinter dem [[berechnungen: | + | ===== Theoretische Grundlagen |
| - | Die Temperaturberechnung erfolgt auf der Basis des Rinnenmodells. Folgende Voraussetzungen werden für die Temperaturverlaufsberechnung angenommen: | + | REX berechnet für jedes Intervall hinter dem [[berechnungen: |
| - | * Der Schneckenkanal | + | |
| - | * Die Schmelze ist wandhaftend | + | |
| - | * Die Termparatur | + | |
| - | * Die Strömung ist laminar schleichend und inkompressibel | + | |
| - | * Das Fließverhalten der Schmelze soll dem Potenzgesetz folgen $\tau = K * \dot \gamma^n$ | + | |
| - | * Alle Stoffwerte mit Ausnahme der Viskosität werden (intervallweise) | + | |
| - | Die hierdurch resultierende Differentialgleichung kann nun intervallweise angewendet werden und die Temperatur der Kunststoffschmelze im Schmelzewirbel | + | Am Ort der Schmelzewirbelbildung wird die Starttemperatur des Schmelzwirbels berechnet. Diese anfängliche |
| ==== Temperaturberechnung in PSI ==== | ==== Temperaturberechnung in PSI ==== | ||
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| Zusätzlich wird für jedes Intervall in PSI eine anteilige Stillstandszeit berücksichtigt. Das Vorgehen erfolgt sehr ähnlich wie bei der Berücksichtigung der Stillstandszeiten beim [[berechnungen: | Zusätzlich wird für jedes Intervall in PSI eine anteilige Stillstandszeit berücksichtigt. Das Vorgehen erfolgt sehr ähnlich wie bei der Berücksichtigung der Stillstandszeiten beim [[berechnungen: | ||
| - | Für die pro Intervall verweilzeitgewichtete berechnete Stillstandszeit wird eine Erwärmung rein durch Wärmeleitung durch die Zylindertemperierung berechnet. Je mehr Stillstandszeit der Kunststoff vom Eintreten in die Spritzgießmaschiene bis zum Einspritzen erfährt, desto näher kommt der Temperaturverlauf an das Heizzonenprofil. | + | Für die pro Intervall verweilzeitgewichtete berechnete Stillstandszeit wird eine Erwärmung/ |
| ===== Besonderheiten in der Temperaturberechnung ===== | ===== Besonderheiten in der Temperaturberechnung ===== | ||
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| Durch den Wärmestrom kommt es zu einer Abkühlung der Schmelze: | Durch den Wärmestrom kommt es zu einer Abkühlung der Schmelze: | ||
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| $\Delta T = \frac{\dot q_{Partikel} * N * t}{c_p * V_{Schmelze} * \rho}$ | $\Delta T = \frac{\dot q_{Partikel} * N * t}{c_p * V_{Schmelze} * \rho}$ | ||
| + | </dl> | ||
| mit dem Wärmestrom pro Partikel $\dot q_{Partikel}$, | mit dem Wärmestrom pro Partikel $\dot q_{Partikel}$, | ||
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| gleichzeitig resultiert durch die Feststoffpartikel im Kanal eine reduzierte wirksame Kanalhöhe, sodass es zu einer lokalen erhöhten Schergeschwindigkeit in der Schmelze kommt: | gleichzeitig resultiert durch die Feststoffpartikel im Kanal eine reduzierte wirksame Kanalhöhe, sodass es zu einer lokalen erhöhten Schergeschwindigkeit in der Schmelze kommt: | ||
| + | <dl> | ||
| $\dot \gamma = \frac{v_{0, | $\dot \gamma = \frac{v_{0, | ||
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| $\dot \gamma = \frac{v_{0, | $\dot \gamma = \frac{v_{0, | ||
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| mit $v_{0,z}$ als Umfangsgeschwindigkeit, | mit $v_{0,z}$ als Umfangsgeschwindigkeit, | ||
| - | Die Temperaturverringerung und der gleichzeitig höhere Schergeschwindigkeit wirken sich entgegen, sodass je nach Prozess ein unterschiedliches Verhalten auftreten kann. In der regel überwiegt jedoch die Abkühlung der Schmelze, sodass das disperse Aufschmelzen zu einer kühleren Schmelzetemperatur führt. Die Berücksichtigung der Temperaturverringerung erfolgt über den ersten Hauptsatz der Thermodynamik und somit gleichmäßig über den Schmelzekanal mit der Randbedingung, | + | Die Temperaturverringerung und der gleichzeitig höhere Schergeschwindigkeit wirken sich entgegen, sodass je nach Prozess ein unterschiedliches Verhalten auftreten kann. In der Regel überwiegt jedoch die Abkühlung der Schmelze, sodass das disperse Aufschmelzen zu einer kühleren Schmelzetemperatur führt. Die Berücksichtigung der Temperaturverringerung erfolgt über den ersten Hauptsatz der Thermodynamik und somit gleichmäßig über den Schmelzekanal mit der Randbedingung, |
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| Mit dem somit nun verringerten Wärmestrom in den Schneckenkern wird erneut die Temperaturberechnung gestartet. Der Vorgang wird iterativ so lange durchgeführt, | Mit dem somit nun verringerten Wärmestrom in den Schneckenkern wird erneut die Temperaturberechnung gestartet. Der Vorgang wird iterativ so lange durchgeführt, | ||
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