→ Zur grafischen Darstellung der Entgasungskennzahlen
Entgast werden kann nur an der Schmelzeoberfläche, mit jeder Schneckenumdrehung liegt ein definierter Bereich in der Entgasungszone vor. Die Erneuerungszeit gibt an, wie lange die Schmelze vor dem schiebenden Steg benötigt um aus und wieder in die Entgasungszone zu treten:
$$t_{Entg.} = \frac{h}{D \cdot π \cdot N \cdot sinφ}$$
Die Entgasungsoberfläche $A_{Entg.}$ ist die Oberfläche der Schmelze, die im Kontakt mit der Luft steht:
$$A_{Entg.} = i \cdot h \cdot \frac{L}{\sin\varphi}$$
Weiterhin ergibt sich aus der spezifische Oberflächenerneuerung und dem Massedurchsatz eine charakteristische Entgasungskennzahl:
$$\pi_{Entg.} = \frac{A_{Entg.}}{ \sqrt{t_{Entg.}} \cdot \dot m}$$
Die Entgasungsoberfläche ist lediglich abhängig von der Länge der Teilfüllung. Die Erneuerungszeit ist kürzer, je höher die Schneckendrehzahl ist. Die Verweilzeit wird über den Durchsatz in der charakteristischen Entgasungskennzahl berücksichtigt.
Der Füllgrad f wird für alle drucklosen Intervalle berechnet und ergibt sich zu:
$$f = \frac{\dot{V}_{Extruder}}{\dot{V}_{Lokal}}$$
Hierbei wird lokal von einer reinen Schleppströmung ausgegangen. Der Füllgrad entspricht dem Schmelzeanteil (blau) in der gegebenen Abbildung.