→ Zur grafischen Darstellung des Verweilzeitverlaufs
Für die Berechnung der Verweilzeit werden grundsätzlich die gleichen Angaben wie für die Aufschmelzverlaufsberechnung vorausgesetzt, zusätzlich wird bei PSI noch die Einspritzzeit benötigt.
Umsetzung der theoretischen Grundlagen
Bis zum Ort der Schmelzewirbelbildung (OSW) unterscheidet sich die Berechnung der minimalen und mittleren Verweilzeit nicht, weil in diesem Bereich von einer Blockströmung ausgegangen wird. Ab dem OSW wird zwischen der mittleren und der minimalen Verweilzeit unterschieden. Die mittlere Verweilzeit ergibt sich zu: $$\bar{t} = \frac{V}{\dot{V}}$$ mit dem Kanalvolumen $V$ und dem Volumenstrom $\dot{V}$.
Die minimale Verweilzeit ergibt sich zu:
$$\frac{t_{min}}{\bar{t}}=\frac{\pi_\dot m^{0,23(1-n)}}{2(1,249-0,589n)}$$
mit dem dimensionslosen Massedurchsatz $\pi_\dot m$ und dem Fließgesetzexponenten n.
Nur PSI: Sobald die berechnete Verweilzeit gleich der Dosierzeit ist, wird die Stillstandszeit und die Einspritzzeit darauf addiert. Dieses Verfahren wird solange fortgesetzt, bis die Schneckenspitze erreicht ist.