Im Reiter „Dichte“ werden die folgenden Daten des Materials eingegeben:
Sowohl die Dichte als auch das spezifische Volumen und die Glasübergangs-/ Kristallitschmelztemperatur können aus pvT-Diagrammen bestimmt werden.
Dabei ist die Kristallitschmelztemperatur $T_K$ durch den Knickpunkt der Funktion des spezifischen Volumens im pvT-Diagramm definiert. Die Glasübergangstemperatur $T_G$ lässt sich als Schnittpunkt der Tangenten am oberen bzw. unteren Verlauf der Volumenfunktion bestimmen.
Die Dichtefunktion benötigt die drei Eingabewerte:
Die temperaturabhängige Dichte der Schmelze kann durch folgende Geradengleichung beschrieben werden:
\[ρ = ρ_0 - ρ_m \cdot T\]
Sollte nur ein Dichtewert vorliegen, so ist darauf zu achten, dass dieser Wert der Massetemperatur im Prozess entspricht und die Steigung $\rho_m$ gleich Null ist. Ansonsten sollte der Wert $ρ_0$ bei $0 °C$ mit der entsprechenden Temperaturabhängigkeit $\rho_m$ eingegeben werden.
Die Kompressibilität $\kappa$ (Größenordnung 0,0001 1/bar, Kehrwert des Kompressionsmoduls K) beeinflusst die Dichte in Abhängigkeit des Drucks:
$$ \kappa = \frac{1}{K} = - \frac{1}{V} \frac{dV}{dp} $$ $$\text{mit}$$ $$\frac{dV}{V} = - \frac{d \rho}{\rho}$$ $$\text{ergibt sich}$$ $$\frac{\Delta \rho}{\rho} = \kappa \cdot \Delta p$$
Der Wert kappa kann direkt aus PAM importiert oder per Hand eingetragen werden. Ist für kappa der Wert 0 gesetzt, so wird die Dichte ohne die Berücksichtigung des Drucks berechnet.
Die Funktion des spezifischen Volumens als Kehrwert der Dichte beinhaltet lediglich zwei Parameter:
\[v = v_0 + v_m \cdot T\]
Die beiden Kennwerte $v_0$ und $v_m$ können ebenfalls aus dem pvT-Diagramm ermittelt werden, wobei die Daten bei einem dem Prozess entsprechenden mittleren Druck zu ermitteln sind.
Die Modellierung des spezifischen Volumens kann keine druckabhängigkeit berücksichtigen.