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Temperaturverlauf
Darstellung des Temperaturverlaufs
Interpretation der Kurven
- ** Rote Kurve: Die rote Kurve stellt die gemittelte Schmelzetemperatur des Schmelzewirbels dar. Sie beginnt mit der Temperatur des Schmelzefilms (Starttemperatur), welche zwischen Der Aufschmelztemperatur und der Zylindertemperatur liegt. Typischerweise steigt die Temperatur kontinuierlich, kann allerdings durch entsprechend geringe Zylindertemperaturen theoretisch auch sinken. * **Blaue Kurve: Die blaue Kurve stellt den Verlauf der vorgegebenen Zylinderwandinnentemperatur dar. Zwischen den vorgegebenen Heizzonen wird die Temperatur linear interpoliert.
Je nach Prozess kommen folgende weitere Verläufe hinzu:
- Grüne Kurve: In Barrierezonen wird die Temperatur im Schmelze- und Feststoffkanal separat betrachtet. Der rote Verlauf entspricht hierbei der Temperatur im Feststoffkanal und der grüne Verlauf der Temperatur im Schmelzekanal. Am Ende der Barriere schließt der Temperaturverlauf (in rot) an dem Ende des Temperaturverlauf im Schmelzekanals (grün) an.
- Orange Kurve: Bei Scherteilen wird zusätzlich die Temperatur über dem Schersteg dargestellt. Diese ist stets höher als die mittlere Temperatur und entspricht stets mindestens der Heizzonentemperatur.
- Lila Kurve: Bei einer innentemperierten Schnecke wird zusätzlich die Temperatur am Schneckengrund berechnet.
Analyse des Temperaturverlaufs
- Temperaturverlauf (rote und grüne Kurve): In der Regel ist eine möglichst geringe Austrittstemperatur für einen energieeffizienten Prozess wünschenswert. Je höher die Temperatur ist, desto eher und schneller kommt es zu einer thermischen Schädigung des Kunststoffes. Ebenfalls ist von eine größeren thermischen Inhomogenität auszugehen. Allerdings geht eine hohe Aufschmelzleistung zumeist auch mit einer hohen Temperatur einher. Ein optimaler Prozess liefert somit eine hohe Aufschmelzleistung bei einer geringen Austrittstemperatur
- Heizzonentemperatur (blaue Kurve): Die Zylindertemperaturen sind so zu wählen, dass eine hohe Aufschmelzleistung bei möglichst geringer Austrittstemperatur erreicht werden kann. Die Temperaturdifferenz zwischen Schmelze und Zylinder sollte vor allem im hinteren Teil der Schnecke nicht zu groß ausfallen, da in diesem Fall von einer inhomogenen Temperaturverteilung auszugehen ist.
- Schneckengrundtemperatut (lila Kurve): Bei einer innentemperierten Schnecke ist die Temperatur am Schneckengrund deutlich kühler als die mittlere Temperatur. Je größer der Temperaturunterschied zwischen Schneckengrund und mittlerer Temperatur ist, desto inhomogener ist die Temperaturverteilung.